Mittwoch, 9. Juli 2008

Nordkap-Tagebuch (4)

Jetzt weiss ich, warum in dem Namen Fredriksberg das Wort Berg vorkommt. Hat was mit huegelig zu tun. Ansonsten ist der Sommer wieder in Schweden eingetroffen und die Temperaturen sind wieder angenehm. Habe heute demnach das Eis nachgeholt. Nähere mich mit grossen Schritten dem ersten grossen Etappenziel Mora. Schaffe das vielleicht in zwei Tagen. Dann muss ich offiziell meine Norrland-Karte auspacken. Dann hab ich den Norden, den ich wollte ...

Montag, 7. Juli 2008

Nordkap-Tagebuch (3)

Von einem Extrem ins andere. Nachdem ich die letzten Tage noch die Sonne verschrien habe, hat es vorgestern abend angefangen zu regnen (eigentlich mehr ein "gallern") und bis jetzt - mit Ausnahme von 1-2 Stunden - nicht wieder aufgehört. Nach gestrigen 45 km bin ich dann etwas frierend und zum Glueck nur wenig durchnässt (die Regensachen funktionieren also) in Mariestad angekommen und in einem komplett urigen Vandrarhem untergekommen. Die deutsche Bauordnung hätte hier ihre wahre Freude. Aber wie ihr seht, lebe ich trotzdem noch. Bin auf dem Weg zum Vänern-See teils dem Sverigesleden und dem Västgötaleden (beides schwedische Radfernwege) gefolgt und habe dabei das entspannte Fahren ohne 60 t-LKW kennengelernt. Werde versuchen, sofern möglich, diese Routen weiter zu nutzen. Heute geht es erstmal weiter in Richtung Norden am Vänern entlang. Eis und Baumeln werden aus aktuellem Anlass verschoben. Vielen Dank an dieser Stelle auch schon einmal fuer eure erfrischenden Kommentare. Mit Fotos gestaltet sich die Sache zur Zeit etwas schwierig, da ich auf einen Kartenleser angewiesen bin, den ich zur Zeit noch nicht habe und dieser in den öffentichen Computern in der Regel auch nicht verbaut ist. Ich bitte um etwas Geduld.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Nordkap-Tagebuch (2)

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das irgendwann mal auf meiner Reise behaupten wuerde, aber es ist unerträglich heiss. Geschätzte 30 Grad, die mich nur schwer vorankommen lassen. Gestern habe ich mich durch 60-65 km lange Kilometer gekämpft, wofuer ich heute die Quittung - nämlich muede Beine und wenig Motivation - bekomme. Möchte eigentlich nur noch im Schatten liegen und lesen, aber 20 km muss ich mindestens noch. 20 km auf einer zweispurigen Uberlandstrasse (ist leider die einzige Verbindung nach Jonköping) in der prallen, zumindest jetzt nicht mehr Mittagssonne. Das wird ein Spass. Dafuer dann in zwei Tagen Eis essen am Vättern-See, die Fuesse ins Wasser baumeln und gut gehen lassen. Wer kann bei solchen Perspektiven schon widerstehen?

Nachtrag um 21:50 Uhr (wegen des vorbildlichen Vandrarhems mit Internet!): musste ein wenig umdisponieren und bin in Tranemo (gleichzeitig aber auch wieder back on track) gelandet. Habe meinen Rueckstand somit auf fast genau einen Tag wieder rausfahren können und komme somit auch nicht am Vättern, sondern am Vänern vorbei. Genug Wasser zum Baumeln soll es da laut Pesch aber wohl auch geben. Nach einer netten Pizza im "Centrum" erfolgt dann nun der technische Dienst am Auge!