Freitag, 17. Juni 2011

BIKE YOUR MIND 2011

Eine gerissene Kette, zwei gebrochene Speichen, eine Erkältung, zwei Plattfüße und einen Schlag im Hinterrad später (was für eine Bilanz!) ist es vollbracht: die BIKE YOUR MIND-Tour 2011 ist heute in Puttgarden zu Ende gegangen. Und alle waren sie dabei: Bengt, der Platzhirsch; Mo, der Pacemaker; Sven, der technische Leiter und Motivator; Jan, der Gasmann; Andi, die Wade; Felix, der Mann der zweiten Stunde; Egon, der Wasserträger und Abkürzer und nicht zu vergessen: Gö, der Toursieger aller Herzen. Als Fazit kann nur festgehalten werden: "Das bleibt alles so, wie es ist!". Auch im nächsten Jahr?

Montag, 16. Mai 2011

BIKE YOUR MIND alias TOUR DE SOUL 2011

Nachdem es dank der größten spanischen Fluggesellschaft nahezu aus gewesen wäre mit "Püppi", kann ich hiermit verlautbaren lassen, dass sie - erneut animiert, sozusagen reanimiert, durch Andreas Gruner - wieder rollt. Derzeit noch am Niederrhein, ab Mitte Juni für neun Tage nach all den schönen Erlebnissen in 2008 wieder einmal durch Skandinavien: von Göteborg, über Halmstad nach Kopenhagen und von dort aus nach Fehmarn. Eigentlich sollte man jeden Sommer ein paar Tage in oder durch den hohen Norden ... :-)

Sonntag, 19. Dezember 2010

Heimat(kunde)

Nachdem es vor vier Jahren mit dem "Uuudoo" leider nicht geklappt hat, habe ich diese Woche Nachricht vom WDR erhalten, dass mein eingesandter Heimat-Text (aus Egon's Reisen, Teil 1) für die Sendung SpielArt, genauer gesagt die Sendung, die Sie sich schenken können angenommen worden ist.
Dieses Jahr geht es um das Thema Heimat(kunde). Folglich werden an den beiden Sendetagen Leser-Texte von den SpielArt-Sprechern mit unserer Westfälischen Heimat zum Inhalt gelesen. Moderiert wird das Ganze von Thomas Hackenberg ... vielleicht ja eine ganz nette Abwechselung zum weihnachtlichen Nahrungsaufnahme-Programm ;-)

Für alle, die die Sendung mitverfolgen wollen, findet die Übertragung auf WDR 5 in zwei Teilen, jeweils am 25.12.10 und 26.12.10 ab 16:05 Uhr statt. Für jene unter euch, die Weihnachten außerhalb des Sendegebietes verbringen (oder sogar dort wohnen), gibt es einen Live-Stream im Netz. Zusätzlich sollen die Sendungen nach der Übertragung auf der Homepage von WDR 5 zum Download bereitgestellt werden. Welche der beiden Sendungen den Beitrag enthält, weiß ich leider nicht, es soll jedoch laut WDR hier jeweils ein Tag vor dem eigentlichen Sendetermin bekannt gegeben werden. Ich wünsche viel Spaß beim Hören und euch allen ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest mit lieben Menschen.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Suedamerika-Tour (3)

Meine Suedamerika-Tour ist heute in La Paz zu Ende gegangen und obwohl ich nicht ganz so viel von Suedamerika gesehen habe (auch nicht Machu Picchu) wie geplant, kann ich dennoch sagen, dass ich mehr gesehen habe, als urspruenglich angenommen. Das Fotoalbum wird in den naechsten Tagen noch ergaenzt werden, so dass ihr euch auch ein eigenes Bild machen koennt. Vielen Dank fuer euer Mitreisen. Bis bald.

Samstag, 10. Juli 2010

Suedamerika-Tour (2)

Ungeduschte Gruesse nach vier Tagen Sand- und Schotterpiste, welche das Altiplano fuer uns bereit hielt. Seit heute nachmittag hat uns allerdings die Asphaltstrasse wieder und auch die Versorgungsmoeglichkeiten - und dazu zaehle ich auch das Internet - werden wieder zahlreicher und voluminoeser, so dass es nun endlich auch mit ein paar Bildern klappt. Die letzten Tage waren turbulent und habe ich gestern noch darueber nachgedacht, ob ich wohl auch dieses Mal ohne Reifenpanne davon kommen wuerde, war es heute morgen dann soweit. Mit einem Schlauch weniger im Gepaeck ging es dann jedoch ohne weitere Zwischenfaelle weiter nach Challapata, wo wir mit abenteuerlichem Verhandlungsgeschick in einer netten Pension unterkommen konnten. Von hier aus starten wir morgen ueber Oruro nach La Paz, der ersten wirklich grossen Stadt auf unserer Route. Dort ist dann erstmal ein Durchatmen verbunden mit einem Ruhetag geplant. Spaetestens dann an dieser Stelle mehr von uns. Viel Spass mit den Bildern!

Freitag, 2. Juli 2010

Suedamerika-Tour (1)

So, denn. Nachdem wir in den letzten Tagen sehr intensiv mit Ankommen beschaeftigt waren, kehrt mittlerweile etwas Normalitaet in unser Reiseleben ein. Derzeit weilen wir in San Pedro de Atacama an der Grenze zu Bolivien, von wo aus wir morgen ueber die "Lagunentour" nach Uyuni starten werden. Anders als geplant werden wir diesen Abschnitt jedoch nicht mit den Raedern sondern als begleitete 4x4-Tour angehen, so dass die eigentliche Radreise dann erst auf dem Salar de Uyuni beginnen wird. Die Gruende hierfuer sind vielfaeltig, der Hauptgrund dabei insbesondere die extremen Temperaturen bei Nacht (tatsaechlich ;-) bis -20 Grad Celsius), die wir beide stark unterschaetzt haben. Heute - genau wie gestern - werden wir noch eine Tour um San Pedro unternehmen, um uns ans Radfahren sowie an die Hoehe, welche jedoch bisher weder mir noch Olli Probleme macht, zu gewoehnen. Mit Bildern fuer euch gestaltet es sich aufgrund der Internetverbindungen leider etwas schwierig. Ich werde jedoch nicht muede, es weiter zu probieren. Bis dahin viele Gruesse ins tropische Deutschland und auch Bayern!

Mittwoch, 16. Juni 2010

Vorahnungen II

Gewisse Paralellen sind ja da. Ohne Zweifel. Zum Beispiel, dass es wieder eine Drei-Länder-Tour wird. Diesmal jedoch auf der Südhalbkugel nämlich von Chile über Bolivien nach Peru. Und auch die Gesichter der Protagonisten sind noch die alten, wenn auch leicht gealtert. Gut, dass meines darunter ist und auch das von Püppi, wird hier niemanden überraschen, aber auch das dritte hat man schon einmal gesehen bzw. von ihm gehört. Es handelt sich um keinen Geringeren als um den Radnomaden aus dem hohen Norden: Olli. Dieses Mal jedoch von Anfang an.
Dies betraf auch bereits die Vorbereitungen, welche sich mittlerweile auf dem Zenit befinden und nahezu reibungslos von statten gehen, bevor es in zwei Wochen heißt: fin del pavimento. Glücklicherweise herrscht jedoch Trockenzeit, welche dem südlichen Hemisphären-Winter geschuldet ist.

Ich hoffe, euch an dieser Stelle wieder regelmäßig ein paar Eindrücke von unterwegs geben zu können. Lebhafte Kommentare sind dabei genauso gern gesehen wie ein Wiedersehen im Spätsommer. Let's roll!

P.S.: Auch auf die Gefahr hin, ich würde zum überkorrekten Oberlehrer avancieren: selbst in Südamerika werde ich auf keinem meiner Meter auf einen Fahhrradhelm verzichten! Nicht weil es so gut aussieht, sondern weil Fahrradhelme Leben retten. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Präventions-Kampagnen und die Arbeit der Hannelore Kohl Stiftung hinweisen, welche unter anderem Unfallopfern mit Schädigungen des Zentralen Nervensystems weitreichende Unterstützung zukommen lässt (Forschung, Therapie, Rehabilitation, Pflege und Prävention). Ihr habt nur diesen einen Kopf; benutzt ihn.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Buch "Egon's Reisen"

Werte Leser, es hat gedauert und war nicht von Anfang an geplant, aber ab sofort gibt es Egon auch in Papierform zu lesen. Während der letzten zwei Jahre und vor allem unterwegs ist eine kleinere Sammlung an Kurzgeschichten entstanden, welche ich zusammen mit Reisefotos arrangiert in Druck gegeben habe. Das Resultat ist ein 48 Seiten umfassendes Büchlein, welches jedoch in keinster Weise verlegt wird und deswegen bei Interesse nur über mich direkt bezogen werden kann (Kontaktdaten siehe unten auf dieser Seite, oder die bekannten). Die bedarfsmäßige Auflage macht es dann auch leider nicht gerade günstig, so dass die Hardcover-Variante bei € 39,95 und das Softcover bei € 29,95 (jeweils inkl. Verpackung und Versand) liegt. Damit ihr bei solch hoher Anzahl an aufzubringenden Talern nicht die Katze im Sack kaufen müsst, ist das Buch zur vollständigen Ansicht im Fotoalbum hinterlegt. Wenn's gefällt, freut es, wenn's nicht gefällt, so soll geschwiegen werden, wenn's zu teuer ist, ist das ok, wenn's den Eigentümer wechselt, wow! Viele schöne Eindrücke im neuen Jahr 2010.

Donnerstag, 20. August 2009

Gegen den Strom-Tagebuch (4)

Der Wettermann sagt: 37 Grad, das Thermometer: 35 Grad und ich sage: Zug fahren macht auch Spaß. Und so geht es eben die letzten Kilometer im regenerativen Wiegetritt der Deutschen Bahn dahin am eisernen Rhein. Je südlicher man kommt, desto weniger zeigt sich leider auch sein Vorbild aus der Natur. Der Weg führt größtenteils entlang jenseits des Hauptdeiches. Schade eigentlich. Soviel vom Radeln, jetzt gehts erstmal inne Berge.

Mittwoch, 19. August 2009

Gegen den Strom-Tagebuch (3)

6 Liter Kalt- bzw. Lauhwarmgetränke und 115 km bei geschätzten 35 Grad später bin ich (woran ich heute morgen noch nicht geglaubt habe) bis Worms vorgedrungen. OK, die letzten 25 km habe ich geschummelt. Da bin ich nicht am Rhein (den ich heute ohnehin recht wenig und wenn, dann nur majestätisch gesehen habe), sondern den direkten Weg durch die Weinberge gefahren. Aprosporos Umwege: liebe Straßenplaner, eure für Radfahrer ausgeschilderten Ortsdurchfahrten funktionieren noch nicht mal im Mindesten. Nein, auch nicht die durch kleinere Dörfer. Nachsitzen und korrigieren! Wenn Püppi nicht den Weg zu ihrer Geburtsstätte so gut kennen würde: ich wäre jetzt wohl entweder wieder in Bonn, oder noch schlimmer in Darmstadt gestrandet. Radfernwege ohne Kompass? Kamikaze, wenn ihr mich fragt. Tut keiner ... sollte aber!

Dienstag, 18. August 2009

Gegen den Strom-Tagebuch (2)

Man muss das deutsche Radfernwegenetz nicht unbedingt verstehen, im Gegenteil, es würde dadurch wahrscheinlich nur komplizierter. Fest steht, dass sich die Westfalen von den Rheinland-Pfälzern in Hinblick auf Übersichtlichkeit und Logik der Schilder eine große Scheibe abschneiden können. Auf Betriebswegen des Schifffahrtsamtes, welche gleichzeitig den Rhein-Radweg Richtung Süden darstellen, ging es heute bis an die Loreley (sorry Olli, unser Östersund-Tagesrekord ist geknackt). Bei entspannten 30 Grad und wenig Gegenwind war Püppi nicht zu bremsen. Spaß hat`s gemacht. Und zum krönenden Abschluss zahlt der ADAC auch noch ein Jahr DJH-Mitgliedschaft. Herz was willst du mehr? Ich nix!

Montag, 17. August 2009

Gegen den Strom-Tagebuch (1)

Man braucht nicht viel, außer 60 psi Luft in den Reifen, ein wenig Rückenwind und ab und an mal einen Sonnenstrahl.
Egon rollt wieder, entlang des Rheins hinunter in den Süden der Republik, um von dort aus Ende der Woche mit Katz in die Berge aufzubrechen. Ohne Püppi ... die hat dann Urlaub.

Samstag, 6. Juni 2009

Vorboten (des nahenden Winters)

Katz und ich sind oben angekommen. Nach sehr schöner Wanderung und ohne Enttäuschung. Dem tat auch der Nebel nicht weh, als es dann allerdings anfing zu schneien, stieß zumindest ich mit meinen eingeplanten Bekleidungsvariationen an - sagen wir mal - Grenzen. Habe dennoch einige Nordkap-Variationen erfolgreich anwenden können. Gruß aus dem Matratzenlager nach fürstlichem Abendmahl. Gute Nacht!

Freitag, 5. Juni 2009

Voralpenraum

Matthias ist ab heute Katz. Wie könnte es auch anders sein? Haben heute erfolgreich unsere erste Probe-Etappe des E5 von Sonthofen nach Oberstdorf, von wo aus wir im August starten werden, mit größtenteils nagelneuer Ausrüstung erfolgreich hinter uns gebracht und dabei zumindest im Ansatz ein wenig Staub eingesammelt, so dass wir nicht nur noch nach Greenhorns aussehen. Morgen dann die Tour mit dem Alpenverein auf die Rappenseehütte; im Gegensatz zu heute ein echtes Geschütz. Denke aber, dass wir einigermaßen gerüstet und in Form sind. Gegenteiliges wird sich zeigen (oder mal wieder nicht).

Dienstag, 12. Mai 2009

Vorankündigung

"Willst du immer weiterschweifen? Sieh, das Gute liegt so nah." Und so startet Ende August der erste Teil meiner Pan Bundesrepublik '09-? mit der Befahrung des Rheinradweges südwärts bis mindestens Karlsruhe. Von dort aus dann weiter in Richtung Allgäu (vermutlich aber nicht die ganze Strecke mit dem Rad), wo der Velotraum dann gut vertäut für zwei Wochen Urlaub macht und ich mich zu Fuß und diesmal in Begleitung per Pedes auf den Fernwanderweg E5 quer über die Alpen (Oberstorf-Bozen) begebe.
Auch diesmal sind die Vorbereitungen äußerst spannend und in gewisser Weise auch professioneller als im letzten Jahr, ist doch im Vorfeld ein alpiner Sicherheits-Vorkurs gebucht und das Training - wenn auch nur leicht - intensiviert. Mit Heranrücken der ersten Vorboten in Form von Sonnenstrahlen und zählbaren Tagen bis zur Abreise stellen sich erneut große Vorfreude gepaart mit ganz eigenen Erwartungen an. Parallelen zur Radtour sind in jedem Fall da. Bald mehr.

Samstag, 16. August 2008

Soundtrack to my escape '08

CD I: Loud

Ad victoriam (Instrumental) - Ensiferum
Victory song - Ensiferum
The nomad - Iron Maiden
I'm the highway - In Flames
The persuit of vikings - Amon Amarth
The gods made heavy metal (live) - Manowar
Helpless - Metallica
Through the fire and flames - Dragonforce
Forever failure - Paradise Lost
Isolation - Die Krupps
A stairway to nowhere - Deadsoul Tribe
Killing in the name - Rage against the machine
Break stuff - Limp Bizkit
Space fiction - Dementia (local Bonus track)

CD II: Intermediate

Sleeping my day away - D.A.D.
Luft - Dia Psalma
Somebody told me - The Killers
Seven nation army - The White Stripes
The bum bum song (Lonely Swedish) - Tom Green
Are you ready (for some darkness) - Turbonegro
Dance of death - Iron Maiden
Too good to be true - Motörhead
Detroit rock city - Kiss
Wasting love (live) - Iron Maiden
No shelter - Rage against the machine
Halo - Machine Head
Oslo bloodbath, Pt. III - Turbonegro
Lonely day - System of a down
Hallucinationer i himmelen - De lyckliga kompisarna
The window of my dreams/Violent memories - Shock Therapy
Manipulated - Disconnect (local Bonus track)

CD III: Not so loud

I'll kill her - Soko
Tatto'd lady - Rory Gallagher
Mr. Moon - Mando Diao
Woddy Woddy Wodka - Udo Lindenberg
Angel song - Ezio
Telegraph road (live) - Dire Straits
Wild world - Mr. Big
Mermaid song - Ezio
Big iron - Johnny Cash
There's a hole in my bucket - Harry Belafonte
Postcards from Paraguay - Mark Knopfler
When the ships come in - Bob Dylan
Undestructable - Gogol Bordello
Don't crash the ambulance - Mark Knopfler
Start wearing purple - Gogol Bordello
In diesem Sinn - Die Sterne
The letter - Dynamo 5

Freitag, 15. August 2008

Epilog

Die Wiedereingliederungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge und die ersten Eindrücke der letzten sechs Wochen fangen bereits an zu verschwimmen. Höchste Zeit, einige Rückschlüsse zu ziehen. Dabei möchte ich allerdings auf "das Wetter war toll und die Landschaft umwerfend"-Geplänkel verzichten (ich denke die Bilder sprechen für sich) und statt dessen ein paar Erfahrungen weitergeben, die ich im Sattel sammeln konnte. Die guten sind dabei mit einem + und die schlechten mit einem - gekennzeichnet (für den Fall, dass in der folgenden Aufzählung Marken- oder Herstellernamen genannt sind, dann nur, weil mich diese Produkte wirklich überzeugen und nicht, weil ich etwas davon habe):

+ Rohloff-Nabe: das Beste Schaltwerk (leider auch das Teuerste), das ich bisher an einem Fahrrad hatte und ich möchte nichts anderes mehr
+ Arm-, Bein- und Knielinge: auch wenn ich diese Accessoires vor der Reise kritisch beäugt habe, hätte ich ohne sehr sehr alt und vor allem kalt ausgesehen
- einfache Zeltheringe: machen beim Hauch eines härteren Bodens die Biege (im wahrsten Sinne des Wortes); die Lösung sind dreifach-gesickte Heringe aus Alu (z.B. von MSR)
- Radkleidung für jede Temperatur: ich hatte leider nur Sommer- und Winterkleidung mit, die im Extremfall zu kalt oder zu warm war. Es empfielt sich, neben einem langen Trikot und einer warmen Jacke noch ein langes Thermo-Trikot (kann man ggf. auch als dünne Jacke verwenden) und eine dünne/leichte winddichte Weste mitzunehmen. Ferner ist zur Wärmeregulation an warmen und kühleren (nicht kalten) Tagen ein Kopftuch (z.B. Buff oder HAD) sehr angenehm. Wenn es warm ist, saugt es den Schweiß auf und lässt ihn großflächig verdunsten, im Kühlen wärmt es (auch die Ohren).
+ wasserdichte Kleidung: nicht nur in den nördlichen Gefilden sollte eine gut sitzende Regenhose und eine Regenjacke obligatorisch sein. Zusätzlich bieten sich als kleine aber feine Helfer wasserdichte, lange Handschuhe, ein Helmüberzug, sowie wasserdichte Überschuhe und wasserdichte Socken (!), so genannte Seal Skinz, an.
+ detaillierte Karten vor Ort kaufen: spart Gewicht und diese sind meistens am genauesten. Maßstäbe max. 1:500.000, eher kleiner und mit Höhenprofilen
+ helle Farben: ich bilde mir ein, durch meine gelben Packtaschen von anderen Verkehrsteilnehmern recht gut gesehen worden zu sein (auch wenn schwarz schicker gewesen wäre)
+ keinen Meter ohne Fahrradhelm: sollte sich eigentlich von selbst verstehen, spätestens bei Überholmanövern von LKW in einem Abstand unter 1 m
+ (wasser-) dichte Beutel für feuchte oder schmutzige Wäsche: so bleibt der Rest trocken und sauber
- Tacho: ich wollte anstatt Tacho mit GPS fahren. Dieses braucht aber leider zu viel Batterie und ganz ohne Tacho hat man teils Schwierigkeiten, die Strecke einzuschätzen und somit seine Kräfte richtig einzuteilen
+ Tagebuch: hilft, auch nach der Reise gewisse Zusammenhänge nochmal ins Gedächtnis zu rufen
+ Etappenplan: mit dessen Hilfe lässt sich die verbleibende Zeit wunderbar abschätzen
+ Autan protection plus: hilft zwar nur eine Stunde gegen die skandinavischen Mücken, aber riecht wesentlich angenehmer als manch anderes Mittelchen und ist ziemlich preiswert
- USB-Kartenleser: fast alle öffentlichen PCs haben CD-ROM-Laufwerke und USB-Anschlüsse, jedoch keinen Kartenleser. Wenn man diesen selbst dabei hat, ist es einfacher, Fotos ins Internet zu stellen.
- ab Honningsvåg geht es eigentlich nur noch bergauf: von dort zum Norkapp, wenn man anschließend wieder zurück möchte, ist ausreichend. Keinen falschen Ehrgeiz, auch, wenn dies "nur" 60 km sind. Sollte man noch vor Honningsvåg starten, bietet sich Skarsvåg als "Basislager" an.
+ Kabine für die Nacht auf dem Postschiff: auch wenn etwas teurer. Ohne habt ihr die ganze Zeit euer Gepäck an den Hacken, könnt nicht in Ruhe schlafen, geschweigedenn duschen.
- Tagesausflug mit öffentlichen Verkehrsmitteln am Wochenende: "erst wieder am Montag" wird die Antwort am Wochenende auf eure Frage, ob man da und dahin auch mit dem Bus fahren kann. Ausflüge an Ruhetagen im hohen Norden also möglichst unter der Woche planen.

Auch das Fotoalbum ist seit heute komplett. Was noch fehlt und was mir sehr am Herzen liegt, ist, den "Soundtrack to my escape '08" zusammenzustellen. Für alle Freunde der gepflegten Rockmusik (und solche, die es werden wollen), werde ich die Setliste auch hier hinterlegen. Dauert aber noch ein bißchen. Wusstet ihr eigentlich, dass es auch eine End-to-End-Radroute durch England, Wales und Schottland gibt? Die ist nur knapp 1900 km lang. Muss mal rechnen ...

Montag, 11. August 2008

Nordkap-Tagebuch (18)

Das war sie, meine Nordkap-Tour 2008. Bin mittlerweile wieder wohlbehalten (auch das Rad) in der Heimat eingetroffen und rekapituliere für mich, packe aus und gewöhne mich wieder an den Alltag. Werde in den nächsten Tagen an dieser Stelle mal einen kleinen Epilog (weil es ja auch einen Prolog gab) verfassen, zumal ich jetzt ja auch wieder "ä", "ü", "ö" und "ß" habe. Auch das Fotoalbum werde ich in Kürze noch mal überarbeiten. Von daher ist jeder, den es interessiert, herzlich eingeladen, von Zeit zu Zeit mal wieder vorbeizuschauen (virtuell aber natürlich auch persönlich). Danke für all eure Unterstützung!

Freitag, 8. August 2008

Nordkap-Tagebuch (17)

Melde mich heute ein letztes Mal vor meinem Rueckflug und nach einer leider wenig entspannten Nacht (bei dem staendigen An- und Ablegen konnte sogar ich nicht schlafen; dafuer um 3:00 Uhr morgens im Hellen allein an Deck gesessen) mit ein paar neuen Fotos aus Kirkenes. Bereite mich langsam aber sicher auf das Ende meiner Reise vor (ein wenig wehmuetig, aber nicht nur) und freue mich auf den noch anstehenden Ausflug nach Grense Jakobselv, wo ich jetzt schon von zwei unabhaengigen Stellen gehoert habe, dass dort weisse Wale zu sehen sein sollen. Ich werde es erleben (oder auch nicht).

Donnerstag, 7. August 2008

Nordkap-Tagebuch (16)

Nicht, dass der Eindruck entsteht, dass auf meiner Reise alles nach Plan verlaufen wuerde (obwohl ich bis auf einen falsch eingeschlagenen Weg und einen daraufhin notwendigen Umweg von ca. 25 km wirklich Glueck hatte); muss aus aktuellem Anlass zwei hier geaeusserte Unwahrheiten des letzten Beitrags berichtigen: Ich habe das Nordkapp nicht wie geplant am 05. August, sondern erst gestern, am 06. August, gegen 15:30 Uhr erreicht. Grund hierfuer war der nahezu permanente Anstieg ab Honningsvåg (den ich vollkommen unterschaetzt habe), welcher dann in Skarsvåg zu einer Zwangsuebernachtung fuehrte. Des weiteren habe ich den noerdlichsten Punkt Europas, die Landzunge Knivskjellodden, nicht erreichen koennen. Da ich mein Fahrrad nicht am dafuer vorgesehenen Parkplatz zueruecklassen wollte, habe ich mich schiebenderweise mit diesem auf den Weg (und noch dazu den falschen) gemacht, um dann in einem Geroellfeld nach rund eineinhalb Stunden des muehseligen Fortkommens abbrechen und den Rueckzug antreten zu muessen. Vielleicht soll dieser Weg ein Wanderweg und eben dieser Aktivitaet vorbehalten bleiben.
Und bevor ich in einer halben Stunde auf das (Hurtigruten-) Postschiff, die "Polarlys" (hat eine Webcam!), nach Kirkenes gehe, denke ich, ist der Augenblick guenstig, mich bei allen, die an mich geglaubt, nicht an mich geglaubt oder mich durch Kontakte aller Art (Kommentare auf dieser Seite, SMS, Anrufe, Gespraeche) waehrend und vor meiner Reise unterstuetzt haben, herzlich zu bedanken. Das alles hat mir sehr viel bedeutet. Wie der Finne sagt: Thank you very many! Wir sehen uns (bald) ...